Das erste "Luxus"-Hotel auf einer Hallig

Die Halligen, diese Mini-Inseln im norddeutschen Wattenmeer sind ja etwas sehr Spezielles und bestimmt nicht jedermanns Sache. Aber wir haben einen Grund entdeckt, vielleicht doch mal über einen Trip hierher nachzudenken: das Hotel Ankers Hoern auf der Hallig Langeneß:

Ein Reporter des SZ-Magazins staunte, dass man es in “einer halben Stunde bis zum anderen Ende der Hallig und wieder zurück” schafft. Und stellte zufrieden fest: “Danach sind die Backen rot und die Haare zerzaust. Man kriegt dann ein Stück selbst gebackenen Eierlikörkuchen von der Gastgeberin, kann in der Sauna mit Meerblick oder einfach nur im Strandkorb sitzen und Ringelgänse zählen.”





Sein Fazit: “Das Hallighotel ist genau so, wie man sich ein Haus vorstellt, das ein junges Ehepaar mit Feingefühl renoviert und zu einem kleinen Hotel umgebaut hat: hell, maritim und verträumt.” Zimmer ab 99,- Euro.


Die neue Schweizer Bescheidenheit

Wenn traditionsreiche Häuser und Hotels modernisiert oder saniert werden, muss man ja leider immer mit dem Schlimmsten rechnen. Umso erfreulicher, wenn alles gut geht. Und hier ist alles gut gegangen. Das Alte Hospiz, in 2.100 Metern baumloser Höhe auf dem St. Gotthard-Pass gelegen, steht heute wahrscheinlich besser da als je zuvor. Und es steht hier immerhin schon seit über 500 Jahren. Kapuziner beherbergten und bewirteten an diesem Ort ab Ende des 16. Jahrhunderts Rom-Pilger und andere Italienreisende. Goethe soll mehrfach im Hospiz abgestiegen sein, wie wir der aktuellen Ausgabe des Architectural Digest entnahmen. Jetzt wurde das ganze Gebäude fast komplett entkernt und neugestaltet.

Die reizvolle und vor allem schwierige Aufgabe fiel den Basler Architekten Paola Maranta und Quintus Miller zu. Falls die Verlockung in der Luft lag, auf Luxus zu machen, hat man ihr mit Bravour widerstanden. Die 14 Zimmer protzen lediglich mit fast schon obszöner Kargheit.

Das schlichte Mobiliar der 14 Zimmer wurde – wie zu lesen war – in weiten Teilen extra für dieses Haus entworfen und angefertigt – selbstredend nicht aus exotischen, glamourösen Hölzern sondern aus – Fichte. In den Bädern steht man auf Granit…

…und genießt den unbezahlbaren Luxus, einer himmlischen Aussicht.

Doppelzimmer ab 190,- CHF.


Wo Werber Amir Kassai in L.A. schläft…

…das haben wir kürzlich im Manager Magazin erfahren. Der weltweite Chief Creative Officer von Tribal DDB, den das Magazin zu den besten Werbern der Welt zählt, steigt in Los Angels gerne in dem eher unbekannten Hotel Oceana in Santa Monica ab, was natürlich gleich unsere Neugier weckte. Nachdem wir uns das mal genauer angesehen haben, müssen wir sagen, der Mann hat Geschmack (was man freilich schon vorher ahnte). Er meidet – wie wir – protzige Luxus- und Ketten-Hotels und bevorzugt stattdessen das gepflegt Individuelle:

Kassai bevorzugt übrigens – laut Manager Magazin – Zimmer 306 für rund 220,- Dollar die Nacht.


Ist dies das perfekte Ski-Hotel?


Als ich das erste Mal von diesem Geheimtipp in den Schweizer Bergen hörte, fragte ich mich zugegebenermaßen als Erstes: Wo liegt denn bitte Adelboden? Grob gesagt gut 100 Kilometer südlich von Zürich. Es heisst, dass hier die Schweizer selbst zum Skifahren hingehen. Das könnte schon mal ein Argument sein. Ein weiteres Argument könnte das Hotel The Cambrian sein. Denn – ich kann mir nicht helfen – Ski-Hotels sind meistens schwierig. Irgendwas stimmt immer nicht. Entweder sind sie zu rustikal oder zu modern, oft zu ramschig oder zu eng und fast immer zu teuer. Hier die Alternative: Die stattliche Fassade, die das Landschaftsbild nicht stört, gehörte einst einem Grand-Hotel. Von innen öffnet sich das Haus zum Tal und zu den Bergen hin. Die “Times” attestierte dem Cambrian einen der schönsten Hotel-Ausblicke der Welt – den man auch exzellent von der Terrasse oder vom Outdoor-Pool aus genießen kann.

Soweit also alles bestens. Erstaunlicherweise hat man es sich sogar verkniffen, an den Zimmern zu sparen oder sich kreativ auszutoben, was andernorts ja auch gerne in Kombination geschieht. Hier wirkt erfreulicherweise alles gerade, sauber, wertig, zeitgemäß und unaufgeregt ausbalanciert (wenn man mal über den abgetretenen Kuhfell-Gag gnädig hinweg sieht).

Und die Preise? Bei HRS fand ich das Doppelzimmer für zwei Personen heute für 245,- Euro. Fast ein Schnäppchen.


Und noch ein neues Lieblingshotel in Berlin

Wir lieben ja Berlin – und unter anderem auch deswegen, weil es hier immer wieder spannende Hotels zu entdecken gibt, die ein erfreuliches Preis-Leistungsverhältnis bieten, wie man es in kaum einer zweiten Weltstadt findet. Zuletzt hatten wir hier das Hotel Amano an den Hackschen Höfen gepriesen. Das bekommt jetzt scharfe Konkurrenz: Das Hotel Cosmo liegt am Spittelmarkt 13 vielleicht nicht ganz so günstig, aber immer noch in Fußmarsch-Nähe zur Friedrichstraße und damit auch zum Gendarmenmarkt und zur Französischen Straße (Borchardt), also wunderbar.

Die Ausstattung wirkt hochwertig, hell, freundlich, modern, stylish und in jedem Fall viel teuerer, als es die offizielle Preisliste vermuten lässt:





Dass die Preise für ein Doppelzimmer bei 109,- Euro starten, möchte man kaum glauben. Im Hotel-Restaurant Scent kocht ein Spitzenkoch, außerdem gibt es im Hotel einen Fitnessraum und eine finnische Sauna. Das Frühstücksbüffet für 18,- Euro pro Person kann man sich vielleicht sparen, denn zu dem Preis kriegt man in Berlin ja schon ein ausgewachsenes Lunch (zum Beispiel bei Lutter & Wegner, ebenfalls gleich um die Ecke).


Rückkehr einer schwedischen Hotellegende


Das 1882 errichtet Hotel Fjällnäs gilt als schwedische Institution. Ein reicher Anwalt errichtete das Gebäude einst als Feriendomizil an einem abgelegenen See. Als er feststellte, dass es etwas groß geraten war, lud er öfters Gäste ein, so wurde es langsam zum Hotel – weiß die Legende. Später kamen gerne Aristokraten und Mitglieder der Königsfamilie, die die Abgeschiedenheit schätzten.


Zwei Architektinnen haben das Haus nun mit viel Fingerspitzengefühl saniert und erweitert – und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die 43 Zimmer strahlen aufgeräumte Privatheit aus. Schwedens größtes Skigebiet liegt 15 Kilometer entfernt. Die Zimmer kosten ab 180,- Euro pro Nacht.


Erschwinglicher Hotel-Luxus in Berlin

Auf dieses Berliner Hotel machte mich vor einer Weile ein reicher Freund aus London aufmerksam, der keine Lust mehr hat, sein Geld in steifen und gnadenlos überteuerten 5-Sterne-Luxus-Häusern zu verbrennen. Dabei muss man im Amano eigentlich auch auf (fast) nichts verzichten.


Schon die Eingangshalle (Foto oben) wirkt viel teuer, als die Zimmer tatsächlich sind. Und die wirken schon alleine durch das gediegene Parkett und die großen Fenster wohnlich und einladend:

Inzwischen bin ich mehrmals dort gewesen und kann sagen: Zu den Stärken des Hauses, in dem ein Einzelzimmer ab 80,- Euro kostet, zählen unter anderem die zentrale Lage am Hackeschen Markt, eine schöne Dachterrasse sowie die nette Bar:


Günstiges Design-Hotel am Gardasee


Auf dieses Design-Hotel machte mich gestern meine Facebook-Freundin Lousia Catharina aufmerksam, mit dem Hinweis, dass es nur 10 Minuten vom Gardasee entfernt liege und sie nur 35 Euro pro Nacht bezahlt habe, was sich einer aktuellen Aktion für Menschen verdankt, die jünger als 35 sind. Aber auch ohne Rabatt sind die Preise im nerocubo sensationell günstig! PS Das Foto zeigt die Panorama-Suite.


Die Strassenkinder vom Grand Hotel


10.000 Kinder leben auf den Straßen von Sankt Petersburg, der zweitgrößten Stadt Russlands. Als der Deutsche Thomas Noll vor vier Jahren die Leitung des Grand Hotel Europe übernahm (Foto), des ersten Hauses am Platz, das zur Orient Express Group gehört, wollte er sich damit nicht abfinden. “Ich komme aus einem kleinen schwäbischen Dorf mit 800 Einwohnern, Luxus war mir kein Begriff. Aber ich bekam die Gelegenheit, aus meinem Leben etwas zu machen. Und genau darum wollte ich jungen Menschen in Sankt Petersburg ebenfalls eine Chance für einen Start in ein besseres Leben geben.” 10 Straßenkindern hat er einen Ausbildungsplatz in seinem Hotel gegeben. Wie der gelernte Metzger und Koch darüber hinaus den Straßenkindern von Sankt Petersburg hilft, darüber berichtet eine schöne Merian-Reportage.


Die Hochzeits-Finca von Oli Geissen


TV-Moderator Oliver Geissen und Schauspielerin Tini Plate haben ja gestern auf Mallorca geheiratet. Die Feierlichkeiten fanden auf einer “Luxus-Finca” (Bild am Sonntag) im Südosten der Insel statt. Wir haben uns diese Finca mal angesehen. Sie gehört dem Hamburger Millionär Thomas Wegner und man kann sie mieten. Sie liegt etwas ausserhalb von Felanitx. Der Name La Ruina deutet schon an, dass es sich hier um ein steinaltes Gemäuer handelt, das freilich äußerst geschmackvoll restauriert wurde. Alte Elemente wurden in Teilen erhalten, modernster Komfort wurde wohldosiert hinzugefügt – so zum Beispiel Fußbodenheizung (wichtig im Winter), Video-Beamer, und ein 23 Meter langer Pool mit Meerblick. Es gibt mehrere offene Kamine, verschiedene Grillplätze, eine große Dachterrasse, vier Schlafzimmer, vier Bäder und drei Küchen auf insgesamt 1000 qm Wohn- und Nutzfläche. Mietpreis pro Tag in der Hauptsaison: 900 Euro.